Sonntag, 6. Oktober 2013

Zu träge um aufzugeben

So, am Anfang möchte ich euch ein bisschen was von mir erzählen.
In Wirklichkeit heiße ich nicht Miriam, aber ich möchte unerkannt bleiben und hatte zu große Angst, dass mein richtiger Name mir da einen Strich durch die Rechnung machen könnte.
Ich bin frische 19 Jahre alt, wohne im schönen NRW und morgen beginnt meine Orientierungswoche für die Uni. Ich werde erstmal Germanistik und Italienisch auf Lehramt fürs Gymnasium studieren. Ich bin echt gespannt. Dieses Jahr habe ich Abitur gemacht, musste dann ausziehen, da unser Haus verkauft wurde, und wohne nun in meiner eigenen Wohnung alleine. Ob ich damit klar komme? Natürlich!  Ich weiß es nicht. Bin also in meiner Heimatstadt geblieben und bin froh, dass die Uni mich dann auch wirklich genommen hat!

Ich muss also selbstständig sein, mein Leben auf die Reihe bekommen, alleine auf die Reihe bekommen. Und auch wenn ich jetzt studiere, bin ich noch in Therapie. Peinlich, aber wahr.

Die Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben. Ich singe viel und gerne (Pop, Musical, Singer-Songwriter, aber auch Klassisch), schreibe Lieder auf Deutsch, spiele Gitarre und auch ein bisschen Klavier. Ich liebe es auf der Bühne zu stehen, obwohl dies auch wirklich seine Schattenseiten hat. Man muss funktionieren.
"There are no people like showpeople, they smile when they are low..."

Außerdem liebe ich meine Katze, die nun aber leider nicht mehr bei mir wohnt, und bin bei den Pfadfindern (NEIN, ich suche kein Moos, das ist einfach etwas, das man nicht beschreiben kann: Eine Gemeinschaft, die Erfahrungen macht, die man nur mit denen machen kann, und auch gerne und oft viel Bier trinkt).

Klingt doch eigentlich, als stände ich mit beiden Beinen im Leben, oder?
Müsste auch eigentlich so sein, denn schließlich wird erwartet, dass man glücklich ist. Und ich weiß auch gar nicht, was mir fehlt, aber wirklich klarkommen tu ich nicht...
Warum ich in Therapie bin? Es gibt viele Baustellen und manchmal hat mein Therapeutin auch das Gefühl, dass wir nicht weiterkommen. Ich hoffe, sie nimmt mir das nicht übel. Destruktives Verhalten, Depressive Verstimmungen, Atypische Essstörung... Überforderung, Einsamkeit, Angst...

Diesen Blog hab ich wieder erstellt, weil ich dachte, dass es mir vielleicht helfen würde, wieder mehr Disziplin aufzubauen, um abzunehmen. Man wird sehen, ob es funktioniert. Ich wünsche es mir sehr!
Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, dass ich das Glücklichsein nur durch eine gute Figur erreichen kann, da ich aber einfach nicht mal etwas abnehmen kann und immer noch eine fette Sau bin, kann ich nicht glücklich sein. Meine Therapeutin hat mich mal gefragt, ob ich überhaupt mit manchen Sachen aufhören möchte. Ich musste überlegen, denn es gibt so viel und ist einfach schon Alltag geworden, aber im Endeffekt wurde mir dann bewusst, dass ich, wenn ich mal wieder irgendwelchen alten Lehrern oder Ärzten oder auch wirklich Freunden übern Weg laufe, denen ehrlich sagen können möchte, dass es gut läuft und ich glücklich bin.

Also auf auf und abnehmen!

Stay strong! :*

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